Schreibroutine finden

Schreibroutine finden

18. August 2019 0 Von Damaris

Für einen Autor, der sein Geld noch nicht mit dem Schreiben verdient, sondern einem Job nachgehen muss, ist es schwierig Zeit für das Schreiben zu erübrigen. Doch das ist natürlich besonders wichtig.

Ein fester und bequemer Arbeitsplatz

Früher, als ich noch in meinem alten Kinderzimmer gelebt habe, fiel es mir immer besonders schwer, zu schreiben. Meistens bin ich dafür nach draußen gegangen, weil ich mich dort kreativer gefühlt habe. Doch seit ich eine eigene Wohnung besitze, schreibe ich gerne zu Hause. Ich habe einen festen Arbeitsplatz, an dem mein Laptop steht und wo ich gerne sitze. Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass die Kreativität sehr viel besser sprudelt, wenn man sich wohlfühlt. Und doch wird es oft nicht beachtet. Es lohnt sich ein bisschen Geld in einen schönen Arbeitsplatz zu investieren.

Der richtige Zeitplan

Klar, es ist wichtig, eine halbe oder eine Stunde täglich zum Schreiben einzuplanen. Mehr ist natürlich immer besser. Doch diese Zeit sollte auch perfekt eingeplant sein. Ich stelle mir meinen Körper manchmal als ein großes Büro vor. Viele kleine Menschen sind für verschiedene Aufgaben zuständig. Einige sind dafür zuständig, mich darauf aufmerksam zu machen, das ich hungrig bin, andere teilen mir mit, dass ich durstig, müde, erschöpft oder traurig bin. Es gibt tausende kleine Jobs und ich als Geschäftsführerin muss mich um alle diese Anfragen kümmern. Wenn zu viele Anfragen kommen, fällt es mir schwer, mich auf nur eine Sache, wie zum Beispiel das Schreiben, zu konzentrieren. Deshalb sorge ich nach der Arbeit immer erst dafür, dass fast alle kleinen Menschen in mir verstummen und ich mich gut konzentrieren kann. Dies hat einen großen Einfluss auf die richtige Zeiteinplanung. Ich könnte mich niemals direkt nach der Arbeit hinsetzen, sondern brauche immer ein bisschen Zeit zum Essen und entspannen. Danach plane ich etwa eine Stunde ein, aber nicht zu spät, da ich nicht zu müde sein möchte.

Schreibe viel und täglich

Mein Freund fühlt sich oft von mir angesteckt und denkt darüber nach, ein eigenes Buch zu schreiben. Dies tut er nun schon seit drei Jahren, doch bisher hat er nie mehr als 200 Wörter geschrieben. Bei ihm liegt es daran, dass er zu perfektionistisch an die Sache herangeht. Er denkt fünf Minuten über jeden Satz nach, weil er ihn absolut perfekt haben möchte.

Das ist beim Schreiben ein großer Fehler. Denn das ist eine kreative Arbeit. In meinem allerersten Manuskript sind tausende von Flüchtigkeitsfehlern, weil ich einfach los schreibe, um meine Ideen auf Papier zu haben. Wenn ich diesen kreativen Fluss ständig unterbrechen würde, um darüber nachzudenken, ob ich auch jeden Satz perfekt geschrieben habe, dann würde mir schnell die Lust vergehen. Deshalb ist es ok, wenn deine ersten Sätze merkwürdig klingen und von lauter Rechtschreibfehlern übersehen sind. Das alles kann im Nachhinein immer noch korrigiert werden. Wichtig ist, dass du schreibst.

Außerdem musst du unbedingt täglich schreiben. Nur so wird dies zu einer Routine, die zu deinem Alltag gehört und irgendwann musst du dich nicht mehr dazu zwingen, dich hinzusetzen und zu schreiben, da es sich ganz normal anfühlt. So gerne man auch schreibt, manchmal wirkt es nach einem Arbeitstag angenehmer, nichts zu tun, weil man dies aus dem vorherigen Leben gewohnt ist. Wenn man es jedoch gewohnt ist, jeden Tag zu schreiben, merkt man, wie gut sich auch das anfühlen kann und es fällt einem nicht mehr so schwer.

Schreib deine Ziele auf

Studien belegen, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Ziel zu erreichen, das man sich aufgeschrieben hat, um 42 % höher ist. Deshalb ist es wichtig, dir aufzuschreiben, was du mit dem Schreiben erreichen möchtest. Es muss ein Ziel sein, das motiviert, gleichzeitig aber auch realistisch ist. Dabei hilft es auch, das eine große Ziel, das erst einmal sehr weit weg erscheint, in mehrere kleine Ziele zu unterteilen, die etwas leichter zu erreichen sind.

Wenn du zum Beispiel mal einen großen Bestseller geschrieben haben möchtest, nimm dir dies als großes Ziel vor. Ein kleineres Ziel könnte es sein, das eigene Buch in einem Verlag unterzubringen. Ein noch kleineres Ziel wäre außerdem, ein eigenes Buch fertigzustellen. Und die kleinsten Ziele sind, jeden Tag zu schreiben. Nach der Erreichung jedes Ziels solltest du dir eine Belohnung gönnen.